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Grundgesetz §1
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Grundgesetz § 2
Jeder hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Sozialgesetzbuch § 1
Es soll dem Empfänger der Hilfe die Führung eines Lebens ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht.
PS. Bei einem Großteil der pflegebedürftigen Menschen reichen Pflegeversicherung und Rente nicht aus, sie sind somit auf Sozialhilfe angewiesen.

Sozialhilfe §1 SGB XII
Es soll dazu beitragen, ein menschenwürdiges Dasein zu sichern.

Pflegeversicherung §2
Sie soll dem Pflegebedürftigen helfen, trotz seines Hilfebedarfs ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.

Rahmenvertrag §75 SGB XI
Die Partner dieser Vereinbarung setzen sich für eine Vertragsgestaltung ein, die ein wirksames und wirtschaftliches voll stationäres pflegerisches Angebot sicherstellt, das dem Pflegebedürftigen hilft, ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes, der Würde des Menschen entsprechendes Leben zu führen.

Heimgesetz §2
Es soll die Würde sowie die Interessen und Bedürfnisse vor Beeinträchtigungen schützen.

Der Staat hat also laut dieser guten Gesetze die Hauptverantwortung für eine menschenwürdige Pflege. Diese Verantwortung hat er aber an die Pflegeversicherung übertragen. Die Pflegeversicherung bildet laut Rahmenvertrag §75 SGB XI mit den Vereinigungen der Träger die Pflegeselbstverwaltung. Somit obliegt die Verantwortung für eine menschenwürdige Pflege der Pflegeselbstverwaltung. Wenn, aus welchem Grund auch immer, die Pflegeselbstverwaltung für eine menschenwürdige Pflege nicht handelt, muss der Staat eingreifen.

Kann Menschenwürde in der Altenpflege eingehalten, beachtet und umgesetzt werden?

Nach meinen Recherchen unter diesen Rahmenbedingungen wohl kaum.
Pflege-Missstände wegen Personalmangels kommen bundesweit vor. Aufgrund immer wieder bekannt gewordener Vorfälle kann der Pflegenotstand nicht mehr wegdiskutiert werden.
Leider ist diese Thematik für die Öffentlichkeit, aber auch für unsere Politiker, eher ein unbequemes Terrain- welches, wenn irgend möglich, gern umgangen wird. Die Auswirkungen wegen Personalmangels möchte ich hier kurz aufzeigen:

  • Ruhigstellung durch Medikamente, Fixierung
  • Wundliegen bei dauerhaft bettlägerigen, pflegebedürftigen Menschen(Dekubitus)
  • Austrocknung wegen mangelnder Flüssigkeit
  • Mangelernährung
  • Gewalt durch Überforderung
  • Pflegefehler durch Personal-Stress
  • keine Zeit für Begleitung Schwerstkranker und sterbender Menschen
  • keine aktivierende Pflege
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